{"id":1237,"date":"2020-09-26T12:38:09","date_gmt":"2020-09-26T10:38:09","guid":{"rendered":"http:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/?p=1237"},"modified":"2020-09-26T12:38:27","modified_gmt":"2020-09-26T10:38:27","slug":"china-fischereiflotte-vor-peru-loest-diplomatischen-konflikt-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/china-fischereiflotte-vor-peru-loest-diplomatischen-konflikt-aus\/","title":{"rendered":"China: Fischereiflotte vor Peru l\u00f6st diplomatischen Konflikt aus"},"content":{"rendered":"<p><strong>China: Fischereiflotte vor Peru l\u00f6st diplomatischen Konflikt aus<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/china-fischereiflotte-vor-peru-loest-diplomatischen-konflikt-aus-a-aaa10a11-9bf6-48e7-b70c-fabbf2984a4f#ref=rss\">Der SPIEGEL, 26.9.2020<\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_1238\" aria-describedby=\"caption-attachment-1238\" style=\"width: 948px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/china-fischereiflotte-vor-peru-loest-diplomatischen-konflikt-aus\/file-photo-ecuadorian-navy-vessels-surround-a-fishing-boat-after-detecting-a-fishing-fleet-of-mostly-chinese-flagged-ships-in-the-pacific-ocean\/\" rel=\"attachment wp-att-1238\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1238\" src=\"https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/09\/45b9f6c4-94fc-4abc-b9e0-3313a4331985_w948_r1.77_fpx30.96_fpy55.jpg\" alt=\"\" width=\"948\" height=\"536\" srcset=\"https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/09\/45b9f6c4-94fc-4abc-b9e0-3313a4331985_w948_r1.77_fpx30.96_fpy55.jpg 948w, https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/09\/45b9f6c4-94fc-4abc-b9e0-3313a4331985_w948_r1.77_fpx30.96_fpy55-300x170.jpg 300w, https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/09\/45b9f6c4-94fc-4abc-b9e0-3313a4331985_w948_r1.77_fpx30.96_fpy55-768x434.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 948px) 100vw, 948px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1238\" class=\"wp-caption-text\">FILE PHOTO: Ecuadorian Navy vessels surround a fishing boat after detecting a fishing fleet of mostly Chinese-flagged ships in an international corridor that borders the Galapagos Islands&#8216; exclusive economic zone, in the Pacific Ocean, August 7, 2020. Picture taken August 7, 2020. REUTERS\/Santiago Arcos\/File Photo<\/figcaption><\/figure>\n<p>Eine Flotte von rund 250 chinesischen Fischereischiffen vor der K\u00fcste S\u00fcdamerikas hat einen diplomatischen Streit zwischen Peking und Washington ausgel\u00f6st. Die Schiffe waren kurz vor den Gew\u00e4ssern von Peru von der Marine des Andenlandes entdeckt worden. Die Botschaft der Vereinigten Staaten in Lima schrieb \u00fcber den Nachrichtendienst Twitter, die chinesischen Schiffe h\u00e4tten sich in der Vergangenheit der Verfolgung entzogen und schienen Schadstoffe &#8222;aus Plastik&#8220; abzuladen. Daraufhin entgegnete Chinas Botschaft, das Land messe dem Schutz der Umwelt und des Ozeans gro\u00dfe Bedeutung bei. &#8222;Wir hoffen, dass die peruanische \u00d6ffentlichkeit nicht durch falsche Informationen get\u00e4uscht wird&#8220;, schrieb sie ebenfalls auf Twitter.<\/p>\n<p>Immer w\u00fctender beobachten s\u00fcdamerikanische Staaten und in deren Gefolge die USA, wie Schiffe vorwiegend aus China vor der K\u00fcste im gro\u00dfen Stil fischen. Die Fischindustrie der dortigen L\u00e4nder und Umweltsch\u00fctzern kritisieren die Gefahr der \u00dcberfischung in dem aquatischen Lebensraum. Seit Jahren w\u00fcrden hunderte chinesische Schiffe dort ihre Netze auswerfen und die Region so sch\u00e4digen. Immer wieder kam es deshalb zum Konflikt mit der Regierung von Ecuador. Sie wirft den Fischereischiffen vor, absichtlich ihre Ortungssysteme abzuschalten, um unentdeckt innerhalb von Schutzgebieten zu fischen.<\/p>\n<p>Die nun vor Peru entdeckte Flotte hatte zuvor in der N\u00e4he der Galapagos-Inseln vor Ecuador nach Riesenkalmaren gefischt und wurde diese Woche von peruanischen Seestreitkr\u00e4ften etwa 230 Meilen (370,15 km) vor der K\u00fcste des Landes entdeckt, berichtete die \u00f6rtliche Seefahrtsbeh\u00f6rde. &#8222;Unsere Marine f\u00fchrt \u00dcberfl\u00fcge durch, um sicherzustellen, dass sich keine solchen Schiffe innerhalb unseres Zust\u00e4ndigkeitsbereichs befinden, der 200 Meilen betr\u00e4gt&#8220;, sagte Verteidigungsminister Jorge Ch\u00e1vez am Freitag vor Reportern. Der Kommandeur der Operationen der K\u00fcstenwache, Konteradmiral Jorge Portocarrero, sagte, die Schiffe seien nicht alle an einem einzigen Ort, sondern verstreut. Es gebe bislang keinen Beweis daf\u00fcr, dass sie in den Peruanischen Meeresraum eingedrungen seien.<\/p>\n<p>Peru beschwichtigt den Handelspartner<\/p>\n<p>Das peruanische Au\u00dfenministerium versuchte allerdings, die entstandenen Spannung zwischen China und den USA schnell wieder zu entsch\u00e4rfen. Es habe gegen\u00fcber US-Beamten sein Unbehagen \u00fcber die &#8222;Ungenauigkeit&#8220; der Tweets der US-Botschaft zum Ausdruck gebracht, hie\u00df es dort. Peru ist der zweitgr\u00f6\u00dfte Kupferproduzent der Welt, von dem ein Gro\u00dfteil von China gekauft wird. Vizeminister Talavera sagte, er habe den US-Beamten gesagt, dass Peru &#8222;ein Freund und Partner&#8220; sowohl der Vereinigten Staaten als auch Chinas sei, und sie aufgefordert, ihre Differenzen durch Dialog, Verst\u00e4ndnis und Zusammenarbeit zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Schon in der vergangenen Woche hatte die US-Botschaft wiederum per Twitter gewarnt: &#8222;\u00dcberfischung kann enorme \u00f6kologische und wirtschaftliche Sch\u00e4den verursachen. Peru kann sich einen solchen Verlust nicht leisten.&#8220;<\/p>\n<p>Lokale Fischereiverb\u00e4nde kritisieren, der wahllose Fang von Riesenkalmaren schade der einheimischen Industrie. Kalmare machen 43% der peruanischen Fischereiexporte aus. Es sei ein offenes Geheimnis, dass jedes Jahr Schiffe, haupts\u00e4chlich aus China am Rande von 200 Meilen vor Peru nach dieser Ressource fischten, sagte Cayetana Aljov\u00edn, Pr\u00e4sidentin der Nationalen Gesellschaft f\u00fcr Fischerei, am Freitag. Die unregulierte Entnahme der Kalmare in diesen Gew\u00e4ssern k\u00f6nne sie sich negativ auf das peruanische \u00d6kosystem auswirken.<\/p>\n<p>&#8222;Es ist ein globales Thema&#8220;<\/p>\n<p>Perus Regierung verabschiedete im August ein Gesetz, das einheimische und ausl\u00e4ndische Boote vor der peruanischen K\u00fcste verpflichtet, GPS- und SISESAT-Ger\u00e4te, ein Satellitenverfolgungssystem f\u00fcr Schiffe zu benutzen. Perus Kommandeur der Operationen der K\u00fcstenwache, Portoccarero, sagte, dass die chinesische Schiffsflotte seit Jahren im Pazifischen Ozean pr\u00e4sent sei, vom Norden Chiles \u00fcber die K\u00fcste Perus bis in die N\u00e4he der Galapagos-Inseln, je nach den Migrationsmustern der Tintenfische.<\/p>\n<p>Er f\u00fcgte hinzu, dass 2004 drei unter chinesischer Flagge fahrende Schiffe auf peruanischem Seegebiet nach einer Operation mit einem U-Boot und einem Hubschrauber der Marine gekapert wurden, wobei diese Art von Flotte an Orten auf der ganzen Welt ebenfalls zu finden sei. &#8222;Wir haben eine gro\u00dfe vor Argentinien, eine weitere im Norden Brasiliens, es gibt mehrere um Australien, Neuseeland, Ostafrika und im Indischen Ozean. Es ist ein globales Thema&#8220;, sagte Portoccarero.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>China: Fischereiflotte vor Peru l\u00f6st diplomatischen Konflikt aus Der SPIEGEL, 26.9.2020 Eine Flotte von rund 250 chinesischen Fischereischiffen vor der K\u00fcste S\u00fcdamerikas hat einen diplomatischen Streit zwischen Peking und Washington ausgel\u00f6st. 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