{"id":1535,"date":"2020-10-21T09:51:02","date_gmt":"2020-10-21T07:51:02","guid":{"rendered":"http:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/?p=1535"},"modified":"2020-10-22T09:53:53","modified_gmt":"2020-10-22T07:53:53","slug":"neue-einrichtung-in-ramstein-ein-nato-weltraum-zentrum-gegen-russische-bedrohungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/neue-einrichtung-in-ramstein-ein-nato-weltraum-zentrum-gegen-russische-bedrohungen\/","title":{"rendered":"NEUE EINRICHTUNG IN RAMSTEIN : Ein Nato-Weltraum-Zentrum gegen russische Bedrohungen"},"content":{"rendered":"<p><strong>NEUE EINRICHTUNG IN RAMSTEIN : Ein Nato-Weltraum-Zentrum gegen russische Bedrohungen<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/ausland\/das-weltraum-zentrum-der-nato-kommt-nach-ramstein-17013096.html?GEPC=s3\">Thomas Gutschker, faz.net, 21.10.2020-17:37<\/a><\/p>\n<figure id=\"attachment_1536\" aria-describedby=\"caption-attachment-1536\" style=\"width: 960px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/neue-einrichtung-in-ramstein-ein-nato-weltraum-zentrum-gegen-russische-bedrohungen\/verkehrsschilder-an-einer\/\" rel=\"attachment wp-att-1536\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1536\" src=\"https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/verkehrsschilder-an-einer.jpg\" alt=\"\" width=\"960\" height=\"430\" srcset=\"https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/verkehrsschilder-an-einer.jpg 960w, https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/verkehrsschilder-an-einer-300x134.jpg 300w, https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/10\/verkehrsschilder-an-einer-768x344.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1536\" class=\"wp-caption-text\">Verkehrsschilder an einer Bundesstra\u00dfe in der N\u00e4he des amerikanischen Milit\u00e4rst\u00fczpunktes in Ramstein<br \/>Bild: dpa<\/figcaption><\/figure>\n<p>Ende vergangenen Jahres brachte Russland den Satelliten Cosmos-2542 ins All. Den Amerikanern fiel schnell auf, dass mit dem System etwas nicht stimmte. Es synchronisierte sich nicht nur mit der Umlaufbahn eines ihrer Aufkl\u00e4rungssatelliten und kam ihm dabei bis zu 150 Kilometer nahe. Nach zwei Wochen setzte es ein Subsystem frei (Cosmos-2453). Das wiederum stie\u00df am 15. Juli ein Objekt aus.<\/p>\n<p>Politischer Korrespondent f\u00fcr die Europ\u00e4ische Union, die Nato und die Benelux-L\u00e4nder mit Sitz in Br\u00fcssel.<br \/>\nEs richtete zwar keinen Schaden an, doch zeigte sich das amerikanische Weltraumkommando \u00fcberzeugt: Moskau hatte eine neuartige Waffe gegen Satelliten getestet. Das entspreche der offiziellen Milit\u00e4rdoktrin des Kremls, \u201eamerikanische und alliierte F\u00e4higkeiten im Weltall zu bedrohen\u201c, teilte der verantwortliche General John Raymond mit.<\/p>\n<p>In der Nato werden solche Vorf\u00e4lle aufmerksam verfolgt. Auch China und Indien haben schon Waffen getestet, die gegen Satelliten gerichtet waren. Im vorigen Dezember erkl\u00e4rte die Allianz den Weltraum deshalb zum eigenst\u00e4ndigen Einsatzraum, neben Land, Wasser, Luft und dem Cyberspace. Jetzt folgt der n\u00e4chste Schritt: Am Donnerstag wollen die Verteidigungsminister den Aufbau eines Nato Space Centers beschlie\u00dfen. Es wird auf der Nato-Luftwaffenbasis in Ramstein entstehen, als Teil des strategischen Kommandos f\u00fcr die Luftstreitkr\u00e4fte.<\/p>\n<p>\u201eDas wird eine Anlaufstelle, um Nato-Eins\u00e4tze mit Kommunikation und Satellitenaufnahmen zu unterst\u00fctzen\u201c, sagte Nato-Generalsekret\u00e4r Jens Stoltenberg am Mittwoch. Au\u00dferdem solle es Informationen \u00fcber m\u00f6gliche Bedrohungen f\u00fcr Satelliten austauschen und die Aktivit\u00e4ten des B\u00fcndnisses koordinieren. Die Allianz verfolge nicht das Ziel, den Weltraum zu militarisieren, m\u00fcsse sich aber auf neue Herausforderungen einstellen.<\/p>\n<p>Das neue Zentrum wird klein anfangen mit wenigen Mitarbeitern, die heute schon f\u00fcr das Luftwaffenkommando arbeiten. Dar\u00fcber hinaus will die Nato eine Denkfabrik einrichten, wie es sie auch zu anderen Themen gibt. Hier konkurrieren ein deutscher und ein franz\u00f6sischer Standort miteinander. Kalkar in Nordrhein-Westfalen beherbergt heute schon das Kompetenzzentrum f\u00fcr die Nato-Luftstreitkr\u00e4fte, w\u00e4hrend im s\u00fcdfranz\u00f6sischen Toulouse das nationale franz\u00f6sische Raumfahrtkommando aufgebaut wird. Eine Entscheidung soll in den n\u00e4chsten Wochen fallen. Die Staaten, die sich an dem Center of Excellence beteiligen, m\u00fcssen das untereinander ausmachen. Au\u00dferdem strukturiert die Allianz ihre Agentur f\u00fcr Technik um, auch dort soll die Expertise f\u00fcr den Weltraum gest\u00e4rkt werden.<\/p>\n<p>Strategie f\u00fcr nukleare Abschreckung<\/p>\n<p>Wegen der Pandemie werden die Nato-Verteidigungsminister zwei Tage lang virtuell konferieren. Auf ihrer Tagesordnung stehen weitere Beschl\u00fcsse, mit denen das B\u00fcndnis auf neue Herausforderungen ausgerichtet werden soll. So werden die Minister den obersten milit\u00e4rischen Befehlshaber beauftragen, das im Juni beschlossene Konzept f\u00fcr nukleare Abschreckung und Verteidigung in die strategische Planung zu \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Die Allianz reagiert damit auf neue russische Atomwaffensysteme und auf eine Einsatzdoktrin, die eine schrittweise Eskalation von konventioneller zu nuklearer Kriegf\u00fchrung vorsieht. Noch geht es aber nur um den strategischen Rahmen, nicht um die Anpassung der operativen Verteidigungspl\u00e4ne. Nato-Diplomaten gestehen au\u00dferdem ein, dass die Allianz keineswegs schon auf alle neuen Herausforderungen eine Antwort gefunden habe. Das gelte etwa f\u00fcr die Bedrohung durch Hyperschallflugk\u00f6rper, die binnen vier Minuten Europa erreichen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>F\u00fcr das Treffen der Verteidigungsminister hat die Allianz ein Diskussionspapier zum besseren Schutz der Seekabel im Atlantik erstellt. Das Papier ist geheim, das Problem nicht: 97 Prozent der Kommunikation zwischen Europa und Amerika werden \u00fcber diese Kabel abgewickelt, die abgeh\u00f6rt oder gekappt werden k\u00f6nnen. Die Nato hat auch hier Russland misstrauisch im Blick. Sie verf\u00fcgt, anders als im Kalten Krieg, nur noch \u00fcber wenige Fregatten, die auf die U-Boot-Jagd ausgelegt sind.<\/p>\n<p>Verteidigungsausgaben gestiegen<\/p>\n<p>Stoltenberg bekr\u00e4ftigte am Mittwoch, dass die \u201eZeit gekommen ist, das strategische Konzept der Nato zu \u00fcberpr\u00fcfen, anzupassen und zu modernisieren\u201c. Er werde dazu Vorschl\u00e4ge f\u00fcr das Treffen der Staats- und Regierungschefs im kommenden Jahr unterbreiten. Das derzeit g\u00fcltige Konzept stammt von 2010. Seitdem habe man erlebt, wie Russland immer aggressiver auftrete, insbesondere seit der Annexion der Krim. Der Nato-Generalsekret\u00e4r verwies zudem auf den Aufstieg Chinas und neue Herausforderungen wie den Klimawandel. Vor zwei Wochen hatte er erstmals eine \u00dcberarbeitung des Konzepts ins Gespr\u00e4ch gebracht.<\/p>\n<p>Stoltenberg legte am Mittwoch auch seinen j\u00e4hrlichen Bericht zu den Verteidigungsausgaben vor. Sie sind 2020 das sechste Jahr in Folge gestiegen und zwar um 4,3 Prozent (ohne die Vereinigten Staaten). Zehn der 30 Mitgliedstaaten haben das Ziel erreicht, zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung f\u00fcr Verteidigung aufzuwenden, erstmals sind unter ihnen Frankreich und Norwegen. \u201eWir sind sehr erfreut dar\u00fcber, dass wir uns bei der Lastenteilung in die richtige Richtung bewegen\u201c, kommentierte die amerikanische Nato-Botschafterin Kay Bailey Hutchison die neuen Zahlen.<\/p>\n<p>Auch Pr\u00e4sident Trump erkenne das an. Deutschland steigerte seinen Anteil von 1,36 auf 1,57 Prozent, mit realen Mehrausgaben von 3,5 Milliarden Dollar. Allerdings ist der Wert vor allem deshalb gestiegen, weil die Coronavirus-Pandemie zu einem R\u00fcckgang der Wirtschaftskraft gef\u00fchrt hat. Vor der Krise war mit einer Quote von 1,42 Prozent gerechnet worden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>NEUE EINRICHTUNG IN RAMSTEIN : Ein Nato-Weltraum-Zentrum gegen russische Bedrohungen Thomas Gutschker, faz.net, 21.10.2020-17:37 Ende vergangenen Jahres brachte Russland den Satelliten Cosmos-2542 ins All. Den Amerikanern fiel schnell auf, dass mit dem System etwas nicht stimmte. 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