{"id":765,"date":"2020-09-09T12:17:10","date_gmt":"2020-09-09T10:17:10","guid":{"rendered":"http:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/?p=765"},"modified":"2020-09-09T12:17:10","modified_gmt":"2020-09-09T10:17:10","slug":"lebensraum-von-einer-milliarde-menschen-im-jahr-2050-bedroht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/lebensraum-von-einer-milliarde-menschen-im-jahr-2050-bedroht\/","title":{"rendered":"Lebensraum von einer Milliarde Menschen im Jahr 2050 bedroht"},"content":{"rendered":"<p><strong>Lebensraum von einer Milliarde Menschen im Jahr 2050 bedroht<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/weltwirtschaft\/klimawandel-und-migration-lebensraum-von-einer-milliarde-menschen-bedroht-a-7ae3300d-4f21-42c7-a326-a79acc224d71#ref=rss\">Manager Magazin, 9.9.2020<\/a><\/p>\n<p>Umweltver\u00e4nderungen und politische Konflikte werden in den n\u00e4chsten Jahrzehnten viele L\u00e4nder der Erde fast unbewohnbar machen. Das wird Migrationsbewegungen massiv verst\u00e4rken, wie eine neue Studie des Institute for Economics and Peace aufzeigt.<\/p>\n<p><strong>Im Jahr 2050 k\u00f6nnte einer Studie zufolge der Lebensraum von mehr als einer Milliarde Menschen auf der Welt bedroht sein. Die Folgen des Klimawandels, Konflikte und Unruhen k\u00f6nnten etliche dieser Menschen dazu dr\u00e4ngen, ihre Heimatl\u00e4nder zu verlassen, wie eine Untersuchung des Thinktanks Institute for Economics and Peace prognostiziert, die am Mittwoch in London vorgestellt wurde.<\/strong><\/p>\n<figure id=\"attachment_766\" aria-describedby=\"caption-attachment-766\" style=\"width: 948px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/lebensraum-von-einer-milliarde-menschen-im-jahr-2050-bedroht\/studie-zu-oekologischen-bedrohungen-und-klimafluechtlingen\/\" rel=\"attachment wp-att-766\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-766\" src=\"https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/09\/6d2bc895-d9c1-4901-b8f0-fffabff6a1b1_w948_r1.77_fpx37.5_fpy50-2.jpg\" alt=\"\" width=\"948\" height=\"536\" srcset=\"https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/09\/6d2bc895-d9c1-4901-b8f0-fffabff6a1b1_w948_r1.77_fpx37.5_fpy50-2.jpg 948w, https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/09\/6d2bc895-d9c1-4901-b8f0-fffabff6a1b1_w948_r1.77_fpx37.5_fpy50-2-300x170.jpg 300w, https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/09\/6d2bc895-d9c1-4901-b8f0-fffabff6a1b1_w948_r1.77_fpx37.5_fpy50-2-768x434.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 948px) 100vw, 948px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-766\" class=\"wp-caption-text\">ARCHIV &#8211; 25.07.2012, Kiribati, Tarawa: Ein Junge sitzt am Sandstrand auf der Fidschi-Insel Kiribati neben Abf\u00e4llen. Das Institute for Economics and Peace stellt eine Studie zu \u00f6kologischen Bedrohungen und Klimafl\u00fcchtlingen vor. Foto: Christiane Oelrich\/dpa +++ dpa-Bildfunk +++<\/figcaption><\/figure>\n<p>Besonders bedrohte Hotspots sind demnach die afrikanische Sahelzone, weiter s\u00fcdlich liegende afrikanische Staaten wie Angola oder Madagaskar sowie der Nahe Osten von Syrien bis Pakistan. Als gr\u00f6\u00dfte Gefahren sehen die Studienautoren St\u00fcrme und \u00dcberflutungen, aber auch Wasserknappheit und eine unsichere Versorgung mit Lebensmitteln. Bei ihren Berechnungen gehen die Wissenschaftler davon aus, dass Naturkatastrophen mindestens mit gleicher Regelm\u00e4\u00dfigkeit auftreten wie in den vergangenen Jahrzehnten.<\/p>\n<p>Insgesamt machen die Forscher anhand etlicher Faktoren 31 Staaten aus, die sie als nicht widerstandsf\u00e4hig genug einstufen, um die \u00f6kologischen und politischen Ver\u00e4nderungen der kommenden Jahrzehnte zu schultern. Das werde diese L\u00e4nder vielleicht nicht vollst\u00e4ndig unbewohnbar machen, aber doch etliche B\u00fcrger zum Umsiedeln zwingen. Die Bev\u00f6lkerung dieser L\u00e4nder mache mehr als eine Milliarde der Weltbev\u00f6lkerung aus.<\/p>\n<p>Ressourcenknappheit f\u00fchrt zu Konflikten<\/p>\n<p>Die Autoren sehen einen Zusammenhang zwischen politischen Konflikten und \u00f6kologischen Bedrohungen: Je weniger Frieden in einer Region herrsche, desto eher drohe der Kollaps. &#8222;Es ist eine Art Teufelskreis. Durch Konflikte werden die nat\u00fcrlichen Ressourcen von L\u00e4ndern zerst\u00f6rt &#8211; und die Knappheit wiederum f\u00fchrt dann zu weiteren Konflikten&#8220;, wie Autor Steve Killelea erkl\u00e4rt. So sei es etwa im Jemen der Fall.<\/p>\n<p>Infolge dieser Entwicklung warnen die Experten vor massenhaften Migrationsbewegungen, von denen vor allem die als relativ krisensicher eingestuften europ\u00e4ischen L\u00e4nder betroffen sein w\u00fcrden. &#8222;Wir haben seit dem Jahr 2015 gesehen, wie selbst eine relativ kleine Zahl an Migranten massive politische Unruhen und Entwicklungen ausl\u00f6sen k\u00f6nnen, sagte Killelea der Deutschen Presse-Agentur. Damals kam mehr als eine Million Schutzsuchende nach Europa, viele aus Syrien oder dem Irak.<\/p>\n<p>Die zuk\u00fcnftigen \u00f6kologischen und politischen Bedrohungen d\u00fcrften den Prognosen zufolge eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Anzahl an Menschen dazu bewegen, ihre Heimatl\u00e4nder zu verlassen und Zuflucht in sichereren Regionen zu suchen. So k\u00f6nnten sich etwa aus Pakistan, Iran oder \u00c4thiopien Hunderte Millionen Menschen auf den Weg machen.<\/p>\n<p>Europa m\u00fcsse sich der Bedrohung und der damit verbundenen Verantwortung bewusst werden, forderte Killelea. Regierungen m\u00fcssten sich damit auseinandersetzen, wie sich die Widerstandsf\u00e4higkeit von Krisenstaaten st\u00e4rken lasse. Insbesondere beim Thema Wasserknappheit gelte es, Unternehmen und Regierungen zu unterst\u00fctzen. Bereits 2040 k\u00f6nnten mehr als f\u00fcnf Milliarden Menschen von hoher oder extrem hoher Wasserknappheit betroffen sein, etwa in Indien oder China.<\/p>\n<p>Die Vereinten Nationen (UN) wollen am Mittwochabend einen neuen Klima-Bericht vorstellen. UN-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres (71) und Petteri Taalas (59), Chef der Weltorganisation f\u00fcr Meteorologie (WMO), einer Sonderorganisation der UN, wollen Klimadaten aus den Jahren 2016 bis 2020 pr\u00e4sentieren und Vorhersagen \u00fcber die weitere Entwicklung treffen. Au\u00dferdem soll es um Treibhausgaskonzentrationen sowie die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf Emissionen gehen. Es handelt sich um den zweiten Bericht einer von der WMO ver\u00f6ffentlichten Serie, zu der auch zahlreiche andere UN-Organisationen Informationen zuliefern.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/weltwirtschaft\/klimawandel-und-migration-lebensraum-von-einer-milliarde-menschen-bedroht-a-7ae3300d-4f21-42c7-a326-a79acc224d71#ref=rss\">https:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/weltwirtschaft\/klimawandel-und-migration-lebensraum-von-einer-milliarde-menschen-bedroht-a-7ae3300d-4f21-42c7-a326-a79acc224d71#ref=rss<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lebensraum von einer Milliarde Menschen im Jahr 2050 bedroht Manager Magazin, 9.9.2020 Umweltver\u00e4nderungen und politische Konflikte werden in den n\u00e4chsten Jahrzehnten viele L\u00e4nder der Erde fast unbewohnbar machen. 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