{"id":853,"date":"2020-09-08T16:06:00","date_gmt":"2020-09-08T14:06:00","guid":{"rendered":"http:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/?p=853"},"modified":"2020-09-14T16:07:15","modified_gmt":"2020-09-14T14:07:15","slug":"ch-sicherheit-ist-kein-luxus-sondern-eine-notwendigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/ch-sicherheit-ist-kein-luxus-sondern-eine-notwendigkeit\/","title":{"rendered":"CH: \u00abSicherheit ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit\u00bb"},"content":{"rendered":"<p><strong>CH: \u00abSicherheit ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit\u00bb<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.jungfrauzeitung.ch\/artikel\/184551\/\">Jungfrau Zeitung, 8.9.2020<\/a><\/p>\n<p>Am 27. September entscheidet die Schweizer Stimmbev\u00f6lkerung \u00fcber die Erneuerung der Luftwaffe. Im Interview spricht Nationalr\u00e4tin Nadja Umbricht Pieren \u00fcber die Aufgaben und die Notwendigkeit von neuen Kampfflugzeugen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_854\" aria-describedby=\"caption-attachment-854\" style=\"width: 704px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/ch-sicherheit-ist-kein-luxus-sondern-eine-notwendigkeit\/gosimg10dc02c001d5668080b3000012018239\/\" rel=\"attachment wp-att-854\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-854\" src=\"https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/09\/gosimg10DC02c001d5668080b3000012018239.jpg\" alt=\"\" width=\"704\" height=\"469\" srcset=\"https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/09\/gosimg10DC02c001d5668080b3000012018239.jpg 704w, https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/09\/gosimg10DC02c001d5668080b3000012018239-300x200.jpg 300w, https:\/\/luftverteidigung.ch\/de\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/09\/gosimg10DC02c001d5668080b3000012018239-272x182.jpg 272w\" sizes=\"auto, (max-width: 704px) 100vw, 704px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-854\" class=\"wp-caption-text\">Die Nationalr\u00e4tin Nadja Umbricht-Pieren spricht sich klar f\u00fcr die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge aus.Foto: IG PRO Kampfflugzeuge<\/figcaption><\/figure>\n<p>Am 27. September entscheidet die Schweizer Stimmbev\u00f6lkerung \u00fcber die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge. Frau Umbricht Pieren, Sie sind daf\u00fcr. Weshalb?<\/p>\n<p>Nadja Umbricht Pieren: Mir ist die Sicherheit unseres Landes und unserer Bev\u00f6lkerung sehr wichtig. Unsere Luftwaffe ist auch die Polizei in der Luft. Niemand weiss, wie die Welt in zehn, 20 oder 30 Jahren aussehen wird. Die Flugzeuge werde erst in zehn Jahren, also im Jahr 2030, ersetzt und m\u00fcssen dann w\u00e4hrend 30 bis 40 Jahren im Einsatz bleiben. Es w\u00e4re \u00e4usserst fahrl\u00e4ssig, ja sogar egoistisch, die Luftwaffe abzuschaffen und somit die Sicherheit unserer n\u00e4chsten Generationen zu gef\u00e4hrden.<\/p>\n<p>Weshalb?<\/p>\n<p>Als neutrales Land m\u00fcssen wir uns selbst verteidigen k\u00f6nnen. Die letzten Monate haben deutlich gezeigt, dass wir uns in der Krise nicht auf unsere Nachbarn verlassen k\u00f6nnen. Lieferungen mit Medizinalprodukten wurden an der Grenze blockiert und konnten nicht in die Schweiz transportiert werden. Wir m\u00fcssen uns auch in Zukunft in jeder Bedrohungslage selber sch\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Sie sagt Ja zu den neuen Kampfflugzeugen<\/p>\n<p>Nadja Umbricht Pieren betont im Interview die Wichtigkeit der Erneuerung der Luftwaffe.<\/p>\n<p>Was sind die Aufgaben der Luftwaffe?<\/p>\n<p>Sie sch\u00fctzt uns mit j\u00e4hrlich rund 300 Kontrolleins\u00e4tzen, rund 40 Eins\u00e4tzen wegen Lufthoheitsverletzungen oder Notsituationen und gew\u00e4hrt den Schutz an internationalen Konferenzen. Unser Luftraum wird von der Luftwaffe bewacht und r\u00fcckt sofort aus, wenn eine Luftraumverletzung festgestellt wird, oder auch, wenn ein Pilot in der Luft Probleme bekommt. In dem Fall begleitet ihn das Kampfflugzeug sicher bis zum n\u00e4chsten Flugplatz. Zudem kann uns nur eine Luftwaffe mit Kampfflugzeugen gegen Angriffe aus der Luft sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Es gibt Stimmen, die kleinere, weniger leistungsf\u00e4hige, daf\u00fcr billigere Flugzeuge fordern.<\/p>\n<p>Wir brauchen Kampfflugzeuge, welche uns in einer Bedrohungslage sch\u00fctzen und f\u00fcr Luftpolizeieins\u00e4tze eingesetzt werden k\u00f6nnen. Billige Flugzeuge mit einer geringen Leistungsf\u00e4higkeit k\u00f6nnen diese Aufgaben nicht oder nur sehr eingeschr\u00e4nkt erf\u00fcllen. Solche Flugzeuge werden im Ausland einzig als Trainingsflugzeuge eingesetzt, aber nirgends f\u00fcr den Einsatz bei einer Bedrohungslage.<\/p>\n<p>K\u00f6nnen wir uns eine Erneuerung der Luftwaffe in der heutigen Krisenzeit leisten?<\/p>\n<p>Ja, auf jeden Fall. Sicherheit ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Die Anschaffung der Kampfflugzeuge kostet sechs Milliarden Franken. Dieses Geld wird \u00fcber zehn Jahre aus dem ordentlichen Armeebudget gespart. Wenn man diesen Betrag herunterrechnet, kommt man auf 5.80 Franken pro Monat pro Person w\u00e4hrend zehn Jahren. Das sind weniger als ein Bier und eine Bratwurst im Monat pro Person, weniger als ein P\u00e4ckli Zigaretten. Das sollte es uns wirklich wert sein, denn es geht um unsere Sicherheit und die der n\u00e4chsten Generationen.<\/p>\n<p>Das Budget f\u00fcr die Beschaffung der Kampfflugzeuge ist auf sechs Milliarden Schweizer Franken veranschlagt. Die Gegner einer Modernisierung der Luftwaffe sagen, das Geld w\u00fcrde besser in die Bildung oder den Umweltschutz investiert.<\/p>\n<p>Das Geld wird im ordentlichen Armeebudget \u00fcber zehn Jahre gespart. Wenn wir den Kredit f\u00fcr die Erneuerung der Kampfflugzeuge ablehnen w\u00fcrden, w\u00fcrde das Geld in der Armee bleiben. Das Geld wird in Bundesbern auf die verschiedenen Departemente verteilt. Die Ausgaben in der Armee sind die einzigen, welche \u00fcber die letzten zehn Jahre nicht gestiegen sind. Somit ist es kein Argument, dass man das Geld besser in einen anderen Bereich investiert. Das wird sowieso nicht der Fall sein.<\/p>\n<p>Wieso nicht?<\/p>\n<p>Wenn Eltern ihren vier Kindern monatlich 20 Franken Taschengeld geben und eines der Kinder dieses Geld \u00fcber Jahre spart, werden die Eltern dem Kind nach vier Jahren das Geld nicht einfach wegnehmen und den Geschwistern geben. Das ist hier dasselbe. Es ist sehr fahrl\u00e4ssig, die Stimmbev\u00f6lkerung mit falschen Argumenten hinters Licht zu f\u00fchren und so die Sicherheit ab dem Jahre 2030 aufs Spiel zu setzen. Deshalb ist ein \u00abJa\u00bb am 27. September ein \u00abJa\u00bb f\u00fcr die Sicherheit f\u00fcr uns und unsere n\u00e4chsten Generationen.<\/p>\n<p>Die F\/A-18-Kampfjets erreichen in zehn Jahren das Ende ihrer Nutzungsdauer.<br \/>\nDie F\/A-18-Kampfjets erreichen in zehn Jahren das Ende ihrer Nutzungsdauer.Foto: Copyright VBS<br \/>\nBeschaffung neuer Kampfflugzeuge Air2030 \u2013 um was geht es?<\/p>\n<p>Der Bundesrat und das Parlament wollen die Luftverteidigung erneuern. Die Schweiz soll ihre seit 1978 und 1996 im Einsatz stehenden Kampfflugzeuge f\u00fcr maximal sechs Milliarden Franken durch neue Flugzeuge ersetzen. W\u00e4hrend die Flugzeuge aus dem Jahr 1996 (F\/A-18 Hornet) im Jahr 2030 an das Ende ihrer endg\u00fcltigen Nutzungsdauer gelangen, sind die 1978 beschafften Flugzeuge (F-5E Tiger) bereits heute veraltet. Im Ernstfall w\u00e4ren sie v\u00f6llig chancenlos gegen ein modernes Kampfflugzeug. Damit ist klar: Soll der Luftraum \u00fcber der Schweiz ab 2030 weiterhin gesch\u00fctzt bleiben, m\u00fcssen die Flugzeuge erneuert werden. Ansonsten ist der Schweizer Luftraum ab 2030 ungesch\u00fctzt.<\/p>\n<p>Gegen diesen Entscheid wurde das Referendum von der Gruppe f\u00fcr eine Schweiz ohne Armee (GSoA) ergriffen. Sie wird unterst\u00fctzt von der SP und den Gr\u00fcnen. Am 27. September kommt es zu einem Grundsatzentscheid: Flugzeuge zum Schutz der Schweizer Bev\u00f6lkerung \u2013 Ja oder Nein. Welcher Flugzeugtyp die alten ersetzt, entscheidet der Bundesrat jedoch erst nach der Abstimmung. Alte Flugzeuge m\u00fcssen durch neue ersetzt werden Die derzeit verwendeten Flugzeuge F\/A-18 Hornet und F-5E Tiger erreichen sp\u00e4testens 2030 das Ende ihrer Lebensdauer. Die Flugzeuge des Typs Tiger sind seit 1978 im Einsatz und bereits jetzt technisch veraltet. Sie werden heute nur noch tags\u00fcber und bei klaren Wetterverh\u00e4ltnissen geflogen und werden daher nur noch zu Trainingszwecken eingesetzt, da sie nicht mehr der Luftraumsicherung dienen. Auch die 1996 beschafften Flugzeuge des Typs F\/A-18 Hornet erreichen in zehn Jahren das endg\u00fcltige Ende ihrer Nutzungsdauer.<\/p>\n<p>Es ist daher sinnvoll, beide alten Flugzeugtypen fr\u00fchzeitig zu ersetzen, da ein geordneter Beschaffungsprozess mehrere Jahre andauern kann. Durch den Ersatz der beiden Flugzeugtypen durch einen einzigen wird der Unterhalt zus\u00e4tzlich vereinfacht. Die Beschaffung leichter Trainingsflugzeuge, wie sie die SP vorschl\u00e4gt, kann laut VBS die Anforderungen an die heutige Luftraumsicherung nicht erf\u00fcllen. (pd)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>CH: \u00abSicherheit ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit\u00bb Jungfrau Zeitung, 8.9.2020 Am 27. 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